Sind wir nicht alle ein bisschen Leonardo? (1)

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Liebe Freunde der SAP Cloud Platform,

sind wir nicht alle ein bisschen Leonardo?

Nach einer sehr beeindruckenden und bemerkenswerten SAPPhire im Mai, auf der „SAP Leonardo“ als neue Dachmarke der SAP für alle Technologien, Services und Plattformen der SAP, die im weiteren Sinne die Digitalisierung ermöglichen und unterstützen, eingeführt wurde, hat die SAP auf der weltweiten SAP Leonardo Konferenz in Frankfurt vor 2 Wochen eindrucksvoll nachgelegt.

Im Folgenden möchte ich einige Eindrücke teilen, die aus meiner Sicht unser Geschäft in den nächsten Monaten und Jahren nachhaltig beeinflussen werden und bei der gewaltigen Marketing-Welle, die gerade über uns rollt, einer Erläuterung und verständlichen Beispielen bedürfen, um nicht unterzugehen. Da die Themen sehr vielfältig sind, werde ich den Blog auf mehrere Beiträge in den nächsten Wochen verteilen.

Zuerst steht über allem die konsequente Re-Positionierung der SAP selbst und die massive Erweiterung und Positionierung der „SAP Leonardo“-Marke. Hier wurde plakativ die Aufstellung der SAP in Lösungen im Bereich „RUN“, wie S/4Hana, SF, Ariba und allen anderen Standard – Cloud- und On-premise Lösungen differenziert von dem neuen „Leonardo“-Portfolio unter der Überschrift „WIN“!
Diese Erweiterung von Leonardo zur Dach-Marke aller differenzierenden Technologien, Services und Plattformen der SAP stellt eine massive Neuausrichtung dar, um in Zukunft im Markt besser als Technologie- und Service-Lieferant für die Digitalisierung sichtbar und wahrgenommen zu werden. Dieser Schritt ist von außen betrachtet sicherlich mehr als notwendig, um insbesondere die SAP Cloud Platform als Entwicklungs- und IoT-Plattform sowie  ihre reichhaltigen Mehrwert-Services wie Blockchain-as-a-Service, Machine Learning oder auch einfach Cloud Analytics zu positionieren.

Unter der Marke Leonardo wurden damit neben dem bereits darunter firmierenden IoT-Portfolio und Digital Manufacturing auch diese Services, die Multi-Cloud Ansätze und sogar das Business Analytics Portfolio zusammengefasst. Damit stellt SAP alle Technologien und Services unter ein Dach, das von SAP mittlerweile auch als „Leonardo System“ bezeichnet wird. Diese in deutscher Sprache verwirrende Bezeichnung meint nicht ein physisches System, das man installieren kann, sondern eben ein ganzes System von Technologien, PaaS und SaaS Services und Lösungen, die unter der Dachmarke „SAP Leonardo“ als Portfolio gemeinsam oder einzeln genutzt werden können, um damit neue digitale Prozesse, SaaS Dienste oder Lösungen zu konzipieren und zu bauen.

Aber was war jetzt so besonders an der Veranstaltung und was sind die echten Neuigkeiten an Produkten und Services?

Das, was mich am Meisten beeindruckt hat, ist die Breite und Vielfalt des Leonardo Portfolios bzw. „Systems“, und zwar deshalb, weil wir hier parallel oder besser simultan erleben konnten, dass bereits so viele Technologien und Services einen Reifegrad für die produktive Nutzung erreicht haben. Diese simultan gereifte Vielfalt ist in der Summe DIE allumfassende Grundlage für die Digitalisierung. Das ist es, was mich beeindruckt und motiviert, in neue Entwicklungen zu investieren. Allerdings müssen wir uns nicht wundern, dass bei dieser massiven parallelen Entwicklung auch noch die eine oder andere Lernkurve in den Projekten zu fliegen ist.

Wirklich neu waren neben sehr vielen Kundenanwendungs-Beispielen für einzelne Technologien vor allem die Positionierung der SAP als Strategie- und Architekturberater mit den SAP Leonardo Innovation Services, die von der Ideation („Explore“) mit Design Thinking über „Discovery“, „Design & Prototype“ bis zur „Delivery“ eines echten Prototypen den ganzen Prozess unterstützt und als Paket anbietet. Dazu hat SAP auch Industrie-spezifische Accelerator-Pakete geschnürt, die passende Beispiel-Szenarien und Templates versprechen.

Hier kommt begleitend vor allem das „build.me“ Prototyping Tool zum Einsatz, das den Design- Prozess ganzheitlich unterstützt. Damit konnten wir auch schon gute Erfahrungen in konkreten eigenen Projekten sammeln und können dieses Vorgehen nur empfehlen.

SAP springt hier als Business Enabler für die Kunden und die eigenen Dienste in die Bresche, um die Lücke zwischen den technischen Möglichkeiten und dem Identifizieren von konkreten Use Cases der Digitalisierung und ihren Umsetzungs-Optionen zu schließen. Wir können also gespannt sein, wie es gelingt, diese hochqualifizierten Projektkapazitäten jetzt schnell aufzubauen oder mit passenden Partnern zu erweitern. Sicherlich wird die SAP zunächst mit den globalen Leuchtturm-Kunden mehr als ausgelastet sein. Der Mittelstand und kleine Konzerne werden daher dann von uns als Partner-Netzwerk mit schnellen, fokussierten und pragmatischen PoCs versorgt werden. Dieses Vorgehen sehen wir bereits in einigen Anfragen und aktiven Projekten.

Und die SAP hat mit neuen Netzwerk Lösungen und Diensten auf der Plattform eine weitere spannende Option in der Zusammenarbeit in Business Netzwerken eröffnet, die stark wachsen werden. So gibt es beispielsweise in dem Bereich Distributed Manufacturing ein neues 3D-Druck Netzwerk als Ecosystem mit Firmen wie EOS, APWorks, Jabil, HP und anderen, aber auch mit Track & Trace eine Lösung, die es „Solution Ownern“ ermöglicht, Ihre Geschäftspartner auf die Plattform einzuladen, um dort als Netzwerk firmenübergreifend zusammenzuarbeiten. Das bereits seit etwa Ende letzten Jahres gestartete AIN (Asset Intelligence Network) kann nun namhafte Kunden wie Kaeser oder BASF vorweisen, die „digital twins“ ihrer Anlagen auf der Plattform bereitstellen und mit ihren Kunden und Dienstleistern gemeinsam nutzen.

Es bleibt also spannend.

In der nächsten Folge werde ich mich genauer mit dem Status und den Neuerungen der SAP Cloud Platform sowie Digital Logistics beschäftigen, um dann später zu Machine Learning, Blockchain und IoT-Themen zu kommen.

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